

Die Verwendung von Pilzen als Nahrungsmittel und Medizin ist seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte in vielen Kulturen tief verwurzelt.
Mit wenig Aufwand und etwas Geduld können Sie Pilze in Haus und Garten selbst züchten! Heil- und Vitalpilze, Speisepilze sowie dekorative Leuchtpilze sind ein origineller Blickfang in jedem Garten. Viele Pilze haben medizinisch wirksame Inhaltßtoffe, frisch geerntete Fruchtkörper sind besonders schmackhaft und stellen einen wertvollen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung dar.
Unser Portal ist bemüht Ihnen die Vielfalt und den Lebenszyklus der Pilze im Licht der heutigen Zeit näher zu bringen. Mit umfaßende Informationen und einem ständig größer werdenden Sortiment an Produkten aus den Bereichen: Heil- & Vitalpilze, Mykorrhiza und Pilzzuchtbedarf versuchen wir die Ansprüche unserer Besucher zu erfüllen.
Wäre dies nicht der Fall, können Sie uns jederzeit gerne mit Ihren Fragen, Anregungen oder Beschwerden kontaktieren unter support@mrcashop.org
Für detaillierte Informationen und ausführliche Anleitungen zur Pilzzucht bitte hier klicken!
Sporen gewinnen:
Der Pilzfruchtkörper produziert, sobald er zur vollen Größer herangewachsen ist Sporen. Diese fallen, sobald sie gereift sind aus. In der Pilzzucht werden diese Sporen als Sporenabdrücke gesammelt.
(Anleitung: Sporenabdruck herstellen )
Mycel aus Sporen keimen:
Wenn die Pilzporen auf einen geeigneten Nährboden fallen, beginnen sie zu keimen. In der Pilzzucht verwendet man hierzu Petrischalen mit Agar Nährboden.
(Anleitung: Mycelkultivierung aus Pilzsporen )
Es gibt positiv (+) und negativ (-) gepolte Sporen. Diese fangen unabhängig von einander an zu keimen. Sobald sie sich verbinden, entsteht rhizomorphes Mycel.
Mycel Selektionieren:
In der Pilzzucht werden die rhizomorphen Mycelstränge selektioniert und weiterkultiviert.
(Anleitung: Strain Selektionierung )
Fruchtung:
Unter geeigneten Bedingungen bildet das rhizomorphe Pilzmycel Pinheads. Aus diesen Mini-Pilzen, entwickeln sich dann die fertigen Frucht-körper. Welche wiederum Sporen produzieren.
In der Pilzzucht kultiviert man hierzu das Mycel auf einem geeigneten Fruchtungßubstrat.
(Anleitung: Herstellung von Grain )
Die richtigen Umweltbedingungen werden durch Regulierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit erreicht. Hierzu stellt man das Mycel zum Fruchten in einen Wachstumsraum oder ein Zuchtset.
(Anleitung: Pilz Zuchtset )
Der Begriff Mykorrhizae stammt vom lateinischen Wort Myco, welches Pilz bedeutet, und Rhiza, welches die Pflanzenwurzel bezeichnet und definiert die symbiotische (gegenseitig vorteilhafte) Beziehung zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen.
| Mykorrhizae Pize verbeßern: | Mykorrhizae Pilze reduzieren: |
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Mykorrhizae Pilze haben sich darauf spezialisiert, Pflanzenwurzeln zu kolonisieren. Die Mycelfäden der Pilze sind wesentlich feiner und dringen tiefer in den Boden vor als die Pflanzenwurzeln. Mykorrhizae Pilzfäden sind Erweiterungen des Wurzelsystems in der Erde. Der Pflanze steht nun eine wesentlich größere Absorptionsfläche zur Verfügung. Pflanzenwurzeln in Symbiose mit Mykorrhizae Pilzen sind dadurch effektiver in der Nährstoff- und Waßerabsorbtion als die Wurzeln alleine. Pflanzen erhalten durch die Symbiose mit Mykorrhizae Pilzen wesentlich mehr Nährstoffe und Waßer aus dem Boden. Erfahren Sie auf den nächsten Seiten, warum Ihre Pflanzen und auch Ihre Ernteerträge von Mykorrhizae profitieren werden!
Teamwork seit 500 Mio. Jahren!Foßile Funde zeigen, daß sich Mykorrhizae Pilze gleichzeitig mit der Landbesiedelung durch die ersten Ur-Pflanzen vor rund 500 Mio. Jahren entwickelt haben. Neueste Forschungen belegen daß rund 90 % aller bekannten Pflanzenspezies eine Symbiose mit Mykorrhizae Pilzen eingehen. Dies läßt vermuten, daß erst durch die Partnerschaft zwischen Pflanzen und Pilzen die erfolgreiche Besiedelung des Festlandes durch die Vegetation möglich war.
Netzwerke von mikroskopisch feinen Mycelfäden umschließen die Wurzelstruktur des Keimlings, was zu einer starken Erweiterung der Oberfläche führt. Dadurch verbeßert sich die Waßer- und Nährstoffaufnahmefähigkeit der wachsenden Pflanze erheblich.
Zusätzlich ist diese Beziehung hinsichtlich der Sicherstellung von einheitlicherem Wachstum, erhöhter Blattgröße, mehr Blühte und erhöhten Ernteerträgen dienlich. Die Pilze geben der Pflanze wertvolle Nährstoffe, Vitalstoffe, Mineralien und Spurenelemente, die allein mit der Pflanzenwurzel - ohne Mykorrhizae - nicht, oder nur in sehr geringer Menge aus dem Boden aufgenommen werden können. Dies stärkt das natürliche Immunsystem der Pflanze und verbeßert den Schutz vor Krankheiten und Schädlingsbefall.
Diese Pilze vergrößern die Fläche der Wurzeln zur Absorbation um ein vielfaches, wobei sie die Fähigkeit der Pflanzen, sich die Erde nützlich zu machen beträchtlich verbeßern. Einige Kilometer von Pilzfäden können in weniger als einer Fingerspitze voll an Erde vorkommen. Mykorrhizae Pilze vermehren die Nährstoffaufnahme indem sie die Absorbationsfläche der Wurzeln erhöhen und die Nährstoffe wie Phosphor, Eisen und andere Leichgewichte” der Erdnährstoffe herausfiltern. Dieser Entnahmeprozeß ist förderlich für die Pflanzennahrung und erklärt warum Nicht - Mykorrhizae Pflanzen hohe Dosierungen an Dünger brauchen um ihre Gesundheit zu erhalten. Mykorrhizae Pilze formen ein komplexes Netzwerk welches Nährstoffe auffängt und aßimiliert. In nicht-Mykorrhizae Bedingungen wird viel von dieser natürlichen Fruchtbarkeit des Bodens verschwendet und verbleibt ungenutzt im Boden.
Mykorrhizae Pilze werden mit einer Reihe an anderen Aktivitäten, die das Pflanzenaufkommen und –wachstum fördern in Verbindung gebracht. Das erweiterte Netzwerk an Pilzfäden ist wichtig für die Waßeraufnahme und –speicherung. Mykorrhizae Pilze nehmen Waßer auf wie ein Schwamm und geben es dosiert an die Pflanze weiter. Die Wurzeln werden so auch vor zu feuchtem Boden geschützt. Bei nicht bewäßerten Bedingungen haben Mykorrhizae Pflanzen bei Weitem weniger Dürrestreß als Nicht-Mykorrhizae Pflanzen.
Mykorrhizae Fäden produzieren Erdpölster und organische Kleber (extrazelluläre Polysaccharide), die sich mit der Erde in Aggregate verbinden und so die Erdporösität verbeßern. Erdporösität und Erdstruktur wiederum beeinflußen das Pflanzenwachstum positiv indem sie die Belüftung verstärken, das Waßer in der Erde bewegen und Wurzelwachstum sowie –verteilung fördern. In sandigen oder kompakten Erden ist die Fähigkeit von Mykorrhizae Pilzen die Verbeßerung von der Erdstruktur zu fördern genauso wichtig wie das erschließen von Waßer und Nährstoffen. Da Mykorrhizae Pilzfäden viel weiter in den Boden vordringen als Pflanzenwurzeln, machen sie ihn als auch resistenter gegen Auswaschung und Erosion.
Unzerstörte, naturbelaßene Erde ist voll mit vielen nützlichen Bodenorganismen, inklusive Mykorrhizae Pilzen. Traurigerweise zerstört der exzeßive Gebrauch von Dünge- und Pflanzenschutzmittel die natürlich im Boden vorkommenden Mykorrhizae Pilze. Auch industriell aufbereitete Erden und andere Substrate enthalten meist keine Mykorrhizae Pilze.
Forschungen weisen darauf hin, daß viele Tätigkeiten das Potential der Erde Mykorrhizae zu formen, negativ beeinträchtigt. Intensive Bodenbearbeitung, das Entfernen von Muttererde, Erosion, Feldaufbereitung, Abgase durch Straßen- und Häuserbebauungen, Monokulturen und das Brachliegen sind nur einige Aktivitäten, die das natürliche Gleichgewicht des Bodens beeinträchtigen. Dadurch wird das natürliche Gleichgewicht beeinträchtigt oder sogar komplett zerstört. Wichtige Bodenorganismen und Mykorrhizae Pilze verschwinden.
Das zwingt viele dazu, Dünger und andere künstliche Wege zu finden, um das Pflanzenwachstum anzuregen. Jedoch erkennt man immer mehr, daß sich der exzeßive Gebrauch solcher Substanzen negativ auf die Waßerqualität und die Umwelt als Ganzes auswirkt.








